Kundgebung Homburg

Tarifbewegung Metall- & Elektroindustrie
Starke Beteiligung bei Großkundgebung in Homburg: Warnstreikwelle endet mit kraftvollem Signal!

Nach einer Woche mit zahlreichen Warnstreiks in den Betrieben setzte die IG Metall Homburg-Saarpfalz am Freitag ein deutliches Zeichen: Mehrere tausend Beschäftigte aus verschiedenen Betrieben folgten dem Aufruf zum Warnstreik und beteiligten sich an einer gemeinsamen Demonstration mit Kundgebung.


6. November 2026 6. November 2026


Zum Warnstreik aufgerufen waren die Beschäftigten von Bosch Werk West, Bosch Werk Ost, Bosch Rexroth, Schaeffler IWH und Schaeffler SWH. Bereits am Morgen sammelten sich die Kolleginnen und Kollegen von Bosch Werk West, Bosch Rexroth und Schaeffler IWH am Schaeffler-Standort SWH. Von dort aus setzte sich ein gemeinsamer Demonstrationszug über die Berliner Straße in Richtung Michelinstraße in Bewegung.

Auf dem Weg schlossen sich die Beschäftigten von Bosch Werk Ost dem Demonstrationszug an. Gemeinsam zogen die Kolleginnen und Kollegen zum Kundgebungsort vor der Firma Moehwald, wo die Abschlusskundgebung der ersten Warnstreikwelle in der Geschäftsstelle Homburg-Saarpfalz stattfand.

Die hohe Beteiligung und die große Geschlossenheit der Beschäftigten machten deutlich: Die Erwartungen an die Arbeitgeberseite sind klar. Die Kolleginnen und Kollegen sind entschlossen, für ihre Forderungen einzustehen und den Druck in der laufenden Tarifrunde aufrechtzuerhalten.

Mit der heutigen Großkundgebung endet zwar die erste Warnstreikwelle in der Geschäftsstelle, doch die Botschaft an die Arbeitgeber ist unmissverständlich: Sollte in den nächsten Verhandlungen kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt werden, werden die Beschäftigten nachsetzen und die Aktionen deutlich ausweiten.

Auch nach der Kundgebung geht der Protest weiter. Die Mittags- und Nachtschichten aller beteiligten Standorte sind zu Frühschlussaktionen aufgerufen. Dabei werden die Beschäftigten ihre Arbeit bereits zwei Stunden vor Schichtende niederlegen und so den Druck auf die Arbeitgeberseite weiter erhöhen.

Gemeinsam, solidarisch und entschlossen haben die Beschäftigten heute gezeigt: Ohne sie läuft nichts. Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug.