Betriebe IG Metall kritisiert Restrukturierungspläne bei Pallmann / SRS in Zweibrücken

Die angekündigten Einschnitte bei Siempelkamp Size Reduction Solutions (ehemals Pallmann) in Zweibrücken sorgen weiterhin für große Verunsicherung unter den Beschäftigten.

Ansprache Pallmann


Die angekündigten Einschnitte bei Siempelkamp Size Reduction Solutions (ehemals Pallmann) in Zweibrücken sorgen weiterhin für große Verunsicherung unter den Beschäftigten. Anfang Juni informierte die Geschäftsführung die Belegschaft darüber, dass bis zu 129 der aktuell rund 282 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Gleichzeitig plant das Unternehmen, die Eigenfertigung am Standort weitgehend aufzugeben. Künftig sollen in Zweibrücken überwiegend nur noch zugelieferte Komponenten montiert werden. 

Für die Beschäftigten kam insbesondere das Ausmaß der angekündigten Maßnahmen überraschend. Die Stimmung nach der Betriebsversammlung war geprägt von Schock, Enttäuschung und vielen offenen Fragen. Die IG Metall Homburg-Saarpfalz kritisiert die Pläne deshalb deutlich. Mit dem möglichen Wegfall großer Teile der Produktion droht aus Sicht der Gewerkschaft ein massiver Verlust an industrieller Kompetenz und Know-how, das über Jahrzehnte am Standort aufgebaut wurde.

Der Arbeitgeber begründet die Restrukturierung mit der schwierigen internationalen Marktlage, hoher Konkurrenz und rückläufigen Auftragseingängen. Bereits seit längerer Zeit befindet sich der Betrieb in Kurzarbeit. Besonders die Krise im Holzbereich belastet das Unternehmen erheblich. 

Für die IG Metall steht jedoch fest: Die vorgelegten Pläne dürfen nicht alternativlos bleiben. Gemeinsam mit dem Betriebsrat werden derzeit eigene Vorschläge und Perspektiven für den Standort erarbeitet. Ziel ist es, möglichst viele Arbeitsplätze in Zweibrücken zu sichern und die industrielle Substanz des Traditionsunternehmens zu erhalten. Dabei setzt die IG Metall auf intensive Beteiligung der Belegschaft und auf tragfähige Zukunftskonzepte für den Standort. 

Parallel dazu stehen Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan an. Die IG Metall wird die Beschäftigten in diesem Prozess konsequent begleiten und ihre Interessen mit Nachdruck vertreten. Klar ist: Die Kolleginnen und Kollegen erwarten zu Recht Perspektiven und Sicherheit für ihre Zukunft in Zweibrücken.